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Ein Ort zum Innehalten: Wie Reyhan Irfan das Wohlbefinden der Mitarbeiter in die Praxis umsetzt

Nachhaltigkeit wird oft mit Umweltauswirkungen in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel der Reduzierung von Emissionen, der Minimierung von Abfall oder der Verbesserung von Prozessen. Für Reyhan Irfan, Operations Manager bei Normec DETS, beginnt ESG jedoch bei den Menschen. Dabei geht es darum, wie sich die Mitarbeiter fühlen, wie sie sich gegenseitig unterstützen und ob sie den Freiraum haben, auf sich selbst zu achten.

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„Meine Motivation, ESG-Change-Championin zu werden, entstand durch meinen Kurs ‚Senior Leader Higher Apprenticeship‘“, sagt sie. „Dort wurde die Bedeutung von Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Führung hervorgehoben, und ich begann darüber nachzudenken, wie ich das in der Praxis umsetzen könnte.“ Für Reyhan bedeutete das, sich auf etwas sehr Konkretes zu konzentrieren: das Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Ein Ort, an dem Menschen innehalten können

Eines der sichtbarsten Ergebnisse dieses Schwerpunkts ist der Wellnessraum. „Letztes Jahr haben wir einen Wellnessraum für Mitarbeiter eingerichtet, die aus welchen Gründen auch immer einen Moment für sich brauchen“, erklärt Reyhan. Der Raum wird auf unterschiedliche Weise genutzt: von Müttern, die einen privaten Raum zum Abpumpen benötigen, von Kollegen, die nach hektischen Laborstunden eine Auszeit nehmen, und von Mitarbeitern, die einfach einen ruhigen Moment brauchen, um neue Energie zu tanken. In einem schnelllebigen Betriebsumfeld ist es nicht immer selbstverständlich, Raum für eine Pause zu schaffen. Und genau deshalb ist es so wichtig.

Gegenseitige Unterstützung durch mentale Ersthelfer

Der Wellness-Raum ist nur ein Teil eines umfassenderen Ansatzes für das Wohlbefinden im Team. Eine weitere wichtige Initiative ist die Einführung von „Mental First Aiders“: geschulte Kolleginnen und Kollegen, die da sind, um zuzuhören und andere bei Bedarf zu unterstützen. „Unsere ‚Mental First Aiders‘ sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine spezielle Schulung absolviert haben. Wir haben vor einigen Jahren mit diesen Schulungen begonnen“, sagt Reyhan.

Diese Initiativen haben dazu beigetragen, eine offenere und unterstützendere Kultur innerhalb des Unternehmens zu schaffen. „Ich finde es bemerkenswert und sehe darin ein echtes Zeichen des Vertrauens, dass sich die Mitarbeiter sicher genug fühlen, sich einem Kollegen anzuvertrauen“, erklärt sie. Diese Offenheit hat die Mitarbeiter auch dazu ermutigt, selbst die Initiative zu ergreifen.

„Als Folge davon organisieren wir nun regelmäßig Thementage zu Themen rund um das Wohlbefinden, die von den Mitarbeitern vorgeschlagen werden“, sagt Reyhan. „Ein Beispiel war ‚Pie & Patter‘; dabei ging es um die psychische Gesundheit von Männern und es wurde Raum für offene, informelle Gespräche geschaffen. Vor kurzem befasste sich die Initiative mit dem Wohlbefinden von Frauen nach der Schwangerschaft und der Rückkehr an den Arbeitsplatz, verbunden mit einer von den Ersthelfern für psychische Gesundheit organisierten Spendenaktion für bedürftige Familien.“

Für Reyhan ist genau dieses Maß an Engagement entscheidend. „Die Ersthelfer für psychische Gesundheit und der Wellness-Raum zeigen, wie stark das Engagement bei Normec ist. Wohlbefinden ist wirklich eine gemeinsame Anstrengung.“ Es ist diese gemeinsame Verantwortung, die das Wohlbefinden von einer Idee in etwas verwandelt, zu dem die Menschen jeden Tag aktiv beitragen.

Reyhans Ansatz zeigt, dass es bei ESG nicht nur um Umweltverbesserungen geht. Es geht auch darum, einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem sich die Menschen unterstützt und sicher fühlen. Hier sind einige einfache Möglichkeiten, diese Denkweise in Ihrem eigenen Umfeld umzusetzen:

Was können Sie daraus mitnehmen?

  1. 1.

    Schaffen Sie Raum für Menschen

    Manchmal beginnt eine positive Wirkung mit etwas so Einfachem wie einem ruhigen Raum oder einem Moment zum Innehalten.

  2. 2.

    Machen Sie Unterstützung zugänglich

    Geschulte Kollegen, die zuhören können, machen einen echten Unterschied.

  3. 3.

    Offene Gespräche fördern

    Über das Wohlbefinden zu sprechen, trägt dazu bei, es zu normalisieren.

  4. 4.

    Hören Sie Ihrem Team zu

    Die relevantesten Initiativen kommen oft von den Mitarbeitern selbst.

  5. 5.

    Bauen Sie Schritt für Schritt Vertrauen auf

    Eine Kultur der Sicherheit entsteht nicht über Nacht, sondern durch konsequentes Handeln.

Eine andere Perspektive auf Nachhaltigkeit

Reyhans Geschichte verdeutlicht eine wichtige Erkenntnis: Bei Nachhaltigkeit geht es nicht nur darum, was wir reduzieren, sondern auch darum, was wir schaffen. Ein unterstützendes Umfeld, eine Kultur des Vertrauens, ein Arbeitsplatz, an dem Menschen sie selbst sein können. Denn letztendlich ist eine nachhaltige Organisation eine, in der Menschen gemeinsam gedeihen können.